Das Wichtigste in Kürze
NinjaOne hat im Juni 2025 den australischen SaaS-Backup-Spezialisten Dropsuite für rund 270 Millionen US-Dollar übernommen. Mit dieser Akquisition können Unternehmen künftig Endpoint-, Server- und SaaS-Backups aus einer einzigen Plattform verwalten. Besonders für den Mittelstand ist das relevant: Die meisten Unternehmen nutzen Microsoft 365 oder Google Workspace – sichern ihre Cloud-Daten aber nicht.
Warum SaaS-Backup? Das unterschätzte Risiko
Viele IT-Verantwortliche gehen davon aus, dass Microsoft oder Google ihre Daten automatisch sichern. Das ist ein gefährlicher Irrtum.
Microsoft selbst empfiehlt in seinen Service-Agreements ausdrücklich, Drittanbieter-Backups zu nutzen. Der Grund: Die integrierten Aufbewahrungsfunktionen schützen vor Ausfällen auf Microsoft-Seite – aber nicht vor:
Versehentlichem Löschen durch Mitarbeiter
Ransomware-Angriffen, die Cloud-Daten verschlüsseln
Böswilligen Insidern, die Daten absichtlich löschen
Synchronisationsfehlern, die korrupte Daten in die Cloud übertragen
Laut aktuellen Studien nutzen nur etwa 30 Prozent der Unternehmen eine dedizierte Backup-Lösung für ihre SaaS-Anwendungen. Die restlichen 70 Prozent verlassen sich auf native Funktionen – und wiegen sich in falscher Sicherheit.
Was NinjaOne SaaS Backup bietet
Mit der Integration von Dropsuite bietet NinjaOne jetzt eine umfassende Backup-Lösung für Cloud-Dienste:
Microsoft 365 Backup: Exchange Online, SharePoint, OneDrive, Teams
Google Workspace Backup: Gmail, Google Drive, Kalender, Kontakte
E-Mail-Archivierung: Für Compliance-Anforderungen (GoBD, DSGVO)
Granulare Wiederherstellung: Einzelne E-Mails, Dateien oder komplette Postfächer
Einheitliches Dashboard: Endpoint-, Server- und SaaS-Backup in einer Oberfläche
Der Vorteil für den Mittelstand
Für mittelständische Unternehmen ist die Konsolidierung von Backup-Tools ein echter Gewinn. Statt separate Lösungen für Endpoint-Backup, SaaS-Backup und E-Mail-Archivierung zu verwalten, können IT-Verantwortliche künftig alles aus einer Oberfläche steuern.
Das spart nicht nur Zeit bei der Administration, sondern reduziert auch Fehlerquellen. Denn jede zusätzliche Schnittstelle und jedes zusätzliche Tool ist ein potenzieller Punkt, an dem etwas schiefgehen kann.
Besonders relevant: Ein durchgängiges Backup-Konzept, das sowohl lokale Daten als auch Cloud-Anwendungen umfasst, ist einer der wichtigsten Bausteine einer wirksamen Ransomware-Abwehr. Aktuelle Fälle wie die Insolvenzen von Fasana oder Einhaus zeigen: Ein erfolgreicher Angriff kann innerhalb von Wochen zur Zahlungsunfähigkeit führen.
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Die Übernahme von Dropsuite durch NinjaOne ist ein guter Anlass, die eigene Backup-Strategie zu überprüfen. Konkret sollten IT-Verantwortliche folgende Fragen klären:
Haben wir ein Backup für Microsoft 365 / Google Workspace? Wenn nein, besteht dringender Handlungsbedarf.
Wie lange dauert die Wiederherstellung? Können einzelne E-Mails oder Dateien schnell wiederhergestellt werden?
Sind unsere Backups vor Ransomware geschützt? Stichwort: Air-Gap, Immutability.
Erfüllen wir Aufbewahrungspflichten? GoBD und DSGVO stellen klare Anforderungen an E-Mail-Archivierung.
aconitas als NinjaOne Partner
Als NinjaOne Partner unterstützen wir mittelständische Unternehmen bei der Implementierung einer ganzheitlichen Backup-Strategie. Von der Bedarfsanalyse über die Konfiguration bis zum laufenden Betrieb – wir kümmern uns um Ihre Datensicherung, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Interessiert? Sprechen Sie uns an für eine unverbindliche Beratung zu NinjaOne SaaS Backup.
Häufige Fragen zu SaaS-Backup
Sichert Microsoft meine Daten nicht automatisch?
Microsoft sorgt für die Verfügbarkeit der Dienste und schützt vor Hardware-Ausfällen auf ihrer Seite. Für den Schutz Ihrer Daten vor Löschung, Ransomware oder Benutzerfehlern sind Sie selbst verantwortlich. Microsoft empfiehlt explizit Drittanbieter-Backups.
Was ist der Unterschied zu nativen Aufbewahrungsrichtlinien?
Native Aufbewahrungsrichtlinien (Retention Policies) sind primär für Compliance gedacht, nicht für Disaster Recovery. Sie bieten keine granulare Wiederherstellung und schützen nicht zuverlässig vor Ransomware. Ein echtes Backup speichert Kopien außerhalb der Produktivumgebung.
Wie oft sollte ein SaaS-Backup laufen?
Für die meisten Unternehmen empfehlen wir tägliche Backups. Bei geschäftskritischen Daten oder hohem E-Mail-Aufkommen kann eine höhere Frequenz sinnvoll sein. NinjaOne SaaS Backup unterstützt flexible Backup-Intervalle.